Holzofen

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Brot aus dem Holzbackofen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine alte Lips Knetmaschine gab den Anstoss. Aus einer alten Fabrik für Frühlingsrollen konnte ich sie gratis Mitnehmen . Dreckig und Verrostet kaum mehr bewegliche Teile. Jahrelang stand sie im freien zum Glück wenigstens unter einem Vordach. Viele Zusatzteile waren überall verteilt und ich durfte sie alle mitnehmen. Am Schluss waren es 2 Fleischwölfe und 3 Reibewerke, Rührbesen, Harfe und Knethaken, leider keinen Kessel. Ich suchte im Netz nach der Firma Lips, leider giebt es sie nicht mehr. Trotzdem habe ich einen Bäckereimaschinen Händler gefunden und ich konnte mit ihm einen Deal machen :2 Reibewerke und 1 Fleischwolf gegen einen 50 Liter Chromstahlkessel. Jetzt war meine Lips komplett. Reinigen, Entrosten und Schmieren, Komplett zerlegen und wieder zusammenbauen. Der Elektriker musste extra ein neues Kabel aus dem Schaltschrank verlegen, jetzt  läuft sie wieder und unsere Kenwood ist etwas entlastet. Natürlich ist sie zu Gross und zu Schwer für die Küche und somit steht sie in der Waschküche.

Im Sommer 2012 Entschloss ich mich den lange gehegten Wunsch zu realisieren: einen direkten Holzbackofen. In einer Ecke meines Grundstückes musste ich sowieso eine Stützmauer bauen, das wollte ich ausnützen um das Fundament des Ofens zu Betonieren. Dazu verbrauchte ich über 80 Hohlsteine und ca.3 m³ Beton welcher ich ½ m³-weise in meinem kleinen Anhänger über die Wiese an die Mauer fuhr. Das Ergebnis war ein Dreieckiges Fundament ca. 1 Meter hoch.

Viele Stunden verbrachte ich im Internet um mir das Wissen um den Ofenbau anzueignen. Im Frühling 2013 startete ich mit dem Ofenbau. Die gusseiserne Ofentüre bestellte ich in Ostdeutschland und liess sie in den Schwarzwald zu einem alten Kameraden liefern. Der Werner hat da eine Hotel und somit gönnte ich mir und meiner Frau ein Wochenende in Germany. Das ich mir die Mwst. auszahlen liess ist ja wohl klar. Zuerst baute ich ein Holzgerüst aus Täferbretchen und zwar in Form eines Trapezes. Der Aufbau mit Schamottsteinen rund um das Holzgerüst war eine knifflige Angelegenheit fast alle Steine musste ich mit der Flex zuschneiden. .Kamin und Zug mussten eingepasst werden und schon war der Innenraum fertig. Am Rand entlang habe ich mit normalen Backsteinen einen Rand gemauert und das ganze aufgefüllt, zuerst mit normalem Mörtel gemischt mit Blähton Kügelchen. Danach eine Lage Steinwolle und zum Schluss Beton. Ganze drei Wochen musste ich warten bis der Schamott gut trocken war um das erste Feuer im Holzbackofen zu entzünden. Dann war es soweit: das erste Feuer, ganz klein und sachte. Alle zwei Tage habe ich nun angeheizt und jedes Mal mehr, an Pfingsten 2013 war die Temperatur das erste mal über 300°C im Schamottstein.

Fast jeden Samstag wurde nun gebacken zuerst nur mit mässigem Erfolg. Oben schwarz und unten weiss ohne Boden. Meine Familie musste viele halbgebackene Brote essen. Erst allmählich lernte ich das heizen nur mit der Unterhitze konnte ich mich nicht verbessern. Der Geschmack war zwar super aber das aussehen ……….. Ein Besuch im Freilichtmuseum Ballenberg brachte mich nun auf den richtigen Weg. Der arme Bäcker in der alten Bäckerei musste sich viele Fragen gefallen lassen aber ich habe nun das Problem erkannt und konnte den Fehler lösen. Alles drehte sich nur ums Heizen und ums abstehen lassen, die Glut muss genügend Zeit haben um die Hitze an den Boden abgeben.

In der Zwischenzeit hat mein Ofen ein Dach bekommen und ein Vorzelt. Das heisst eine Blache um die Front im Winter abzudecken und bei Regen kann ich zwei Stützen unterstellen. Das backen beherrsche ich nun wie ein alter Bäcker. Zuerst Ruchbrot aus der Teigform mit ein paar St. Galler Broten, um die Restwärme auszunützen schiebe ich noch einen 2. Schuss nach mit Bauernbroten und  Zöpfen . Im Moment Experimentiere ich an diversen Spezialbroten herum. Ich versuche mich am Grahambrot, Nussbrot, Kartoffelbrot Olivenbrot, Tomatenbrot usw. Ich versuche bei allen meinen Broten ganz ohne Backhilfsmittel auszukommen, das heisst zum Beispiel beim Ruchbrot : Den Teig am Vortag herstellen und über Nacht im Kühlschrank reifen lassen. Das langsame und lange Kneten natürlich auch.

19.12.2014 / P. Hauri

 

 


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